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Stimmungsbild während der Krise

2. Woche nach der Schliessung der gesellschaftlichen Infrastrukturen

Die Krise, in der die Welt, auch die Schweiz im Moment steckt, ist tiefgreifend. Wir starten in die zweite Woche, in der die gesellschaftlichen Infrastrukturen wie Restaurants, Bars, Pubs aber auch sportliche Infrastrukturen, kurz alles wo sich Leute treffen können, geschlossen wurden. Treffen ab 5 Personen sind verboten und werden mit Bussen geahndet.

Ich staune, wie die Leute mit diesen Vorgaben umgehen. Ich kann dies hier auf dem Land in meiner Wohngemeinde beurteilen. Man geht noch spazieren – das ist ja noch erlaubt – aber mit Abstand. Man grüsst sich, aber man hält nicht für einen Schwatz. Die Stimmung ist ganz besonders. Mir fällt auf, dass man wieder vermehrt zum Telefon greift, einfach um eine Stimme zu hören.

Es gibt auch neue Möglichkeiten, sich gesellschaftlich zu treffen. In der Familie haben wir ein WhattsApp-Feierabendbier organisiert. Alle haben sich da getroffen und während einer halben Stunde ausgetauscht. Überhaupt sind diese Chats sehr wertvoll, um kurz in einer Gruppe eine Umfrage zu machen, ob es noch allen gut geht. Das sind die eigentlich kleinen Sorgen.

Grosse Sorge mache ich mir bei den Leuten, die am Corona-Virus erkranken. Diejenigen, die ins Spital eingeliefert werden, sind oft sehr krank und brauchen eine intensive Betreuung. Ist unser Gesundheitswesen in der Lage, dies zu bewältigen? Haben wir genügend Spitäler und Spitalbetten, haben wir genügend Material, um die vielen Patienten richtig zu versorgen? Und ganz besonders, haben wir das Personal, um die Aufrechterhaltung und Funktion der Spitäler zu gewährleisten? Dies sind Fragen, die wir uns heute stellen, die Antworten werden in den kommenden Tagen vorliegen.

Ich mache mir auch Sorgen um die älteren Mitmenschen, die allein in ihren Wohnungen leben und die keine Möglichkeiten mehr haben, nach draussen zu gehen. Können diese Leute so betreut werden, dass es ihnen gerecht wird? Im Moment richtet sich die ganze Aufmerksamkeit auf die Erkrankung mit Corona, aber die anderen Krankheiten, verbunden mit dem Alter, sind ja nicht einfach verschwunden. Diese Betreuung muss weiterhin gewährleistet bleiben.

Danke, wenn Sie mithelfen, die Solidarität unter der Schweizer Bevölkerung zu leben.

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