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Zum Tag der Freiwilligenarbeit

CVP nimmt Stellung zur Freiwilligenarbeit und stellt Forderungen an die Wirtschaft und die Politik

Freiwilligenarbeit hält die Schweiz zusammen

Insgesamt leisten Menschen in der Schweiz jährlich rund 700 Millionen Stunden Freiwilligenarbeit. Freiwilligenengagement ist tief in unserer Kultur verankert und hat grossen Anteil am Erfolgsmodell Schweiz. Die CVP Schweiz zusammen mit weiteren Organisationen präsentiert ein Thesenpapier und stellt konkrete Forderungen. Insbesondere müssen die Rahmenbedingungen verbessert sowie Hürden abgebaut werden. Zudem braucht es eine Grundsatzdiskussion, wie mit Freiwilligenverbänden auf nationaler Ebene kommuniziert wird.

Freiwilligenarbeit ist für die Schweiz ein wichtiges soziales Kapital, von dem alle profitieren und das gleichzeitig den Staat entlastet. Unendlich viele grosse und kleine Projekte wären ohne den Einsatz von Menschen, die sich freiwillig engagieren, undenkbar. Dazu müssen wir Sorge tragen, denn die zunehmende Individualisierung, die Leistungsgesellschaft, wie auch die Globalisierung stellen die schweizerische Kultur der Freiwilligenarbeit auf eine harte Probe: Die Vereinsbindung sinkt, Interessensverbände und Parteien verlieren Mitglieder. Das Milizsystem muss gestärkt werden.

Besorgniserregender Entwicklung entschieden entgegentreten

Die CVP ist die Partei des Föderalismus und erkennt im sozialen Miteinander grossen Wert für die Gesellschaft. Wir sehen es deshalb als unsere Aufgabe an, die Diskussion über die Zukunft des Gemeinwohls und des freiwilligen Engagements auf allen Ebenen in der Schweiz zu lancieren. Denn bis anhin fehlt ein ganzheitlicher Ansatz, wie die Freiwilligenarbeit gezielt gefördert und schweizweit gestärkt werden könnte. Nationalrätin Barbara Schmid-Federer hat den Bundesrat darum bereits in der Sommersession mittels Postulat dazu aufgefordert, erste Schritte für ein nationales Konzept zur Stärkung der Freiwilligenarbeit zu unternehmen.

Sieben Thesen zur Freiwilligenarbeit

Gleichzeitig erarbeitete die CVP Schweiz in Zusammenarbeit mit namhaften im Bereich der Freiwilligenarbeit tätigen nationalen Organisationen sieben Thesen zur Freiwilligenarbeit und untermauerte diese mit konkreten Forderungen.

  1. These – Die Rahmenbedingungen zur Ausübung von Freiwilligenarbeit sind verbesserungswürdig.
  2. These – Akteure aus dem Bereich Freiwilligenarbeit benötigen Adressaten auf Bundesebene.
  3. These – Vereine sind der soziale Kitt der Gesellschaft.
  4. These – Neue Formen der Freiwilligenarbeit gewinnen an Wichtigkeit.
  5. These – Eine kluge Bildungspolitik führt zu einem höheren Anteil an Engagierten in der Gesellschaft.
  6. These – Freiwilliges Engagement kann den Integrationsprozess beschleunigen.
  7. These – Dem Arbeitgeber kommt bei der Förderung der Freiwilligkeit und dem Milizwesen eine grosse Rolle zu.
     

Auf Basis dieser Thesen fordert die CVP den Abbau von bürokratischen Hürden, die konsequente Förderung des Vereinswesens und seitens der Arbeitgeber die Bereitschaft zur Unterstützung von Freiwilligenarbeit. Die aufgestellten Thesen und die Massnahmen sollen aufzeigen, dass das soziale Kapital durch gezielte Förderungsmassnahmen seitens der Politik und der Wirtschaft gefördert werden kann.