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Armee im Spannungsfeld der verschiedenen Akteure

Die Armee ist wie selten zuvor fast jeden Tag in den Medien präsent. Was passiert da?

Seit dem 1. Januar hat Bundesrat Parmelin das Verteidigungsdepartement übernommen. Man erhält den Eindruck, dass dort nun alles auf den Kopf gestellt wird. Es wurden viele personelle Wechsel vollzogen, was eigentlich bei einem Departementswechsel nicht unüblich ist. Von der Generalsekretärin bis hin zum Chef der Armee wurden die Personen ausgewechselt.

Die Ankündigung des Rücktritts des Chef VBS fiel gleichzeitig zusammen mit der Sistierung BodLuv. Dass da Spekulationen um Zusammenhänge entstehen, ist absehbar. Leider wurden wir als Kommissionsmitglieder nie offiziell informiert, sondern erfuhren immer über Medienmitteilungen oder aus der Presse von den verschiedenen Aktivitäten im VBS. Positiv nahm ich zur Kenntnis, dass man jetzt über die ganze Luftverteidigung einen Gesamtplan erstellen will. Und dass verschiedene Kommissionen dies begleiten.

Spannend finde ich es, wenn man den Fraktionschef der SVP hört, der das VBS bei jeder Gelegenheit öffentlich kritisiert. Einfach zur Erinnerung - das VBS wird seit Jahren von SVP-Bundesräten geführt. Dort hätte man schon lange Einfluss nehmen können.

Und so als Tüpfchen aufs 'i' wird jetzt noch das Referendum zur Weiterentwicklung der Armee gestartet. Diejenigen die jetzt Unterschriften sammeln, wollen zurück zu einer Armee mit 220'000 Leuten. Gut und recht - aber so viele könnten wir wohl kaum mehr rekrutieren! Ich bin gespannt, was da bei einer Abstimmung auf uns zukommt. Ich erwarte dann mindestens vom VBS, dass dort bis dahin etwas Ruhe eingekehrt ist und man geschlossen die WEA unterstützt.  

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